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Digital lernen in der Grundschule – von zuhause aus

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Seit der Corona Pandemie hat sich für alle Vieles im alltäglichen Leben geändert – auch für die Kleinsten unter uns. Kinder müssen bereits im Grundschulalter von zu Hause aus lernen. Anders als bei älteren Schülern oder Studierenden, sind die Kinder in diesem Alter natürlich noch nicht so selbstständig, sind das Lernen noch nicht wirklich gewohnt und sind stark auf ihre Eltern angewiesen.

Das stellt natürlich auch für die betroffenen Eltern eine Herausforderung dar. Nicht nur müssen die Erziehungsberechtigten sich mehr Zeit für die Kinder nehmen, sondern sie müssen auch ohne pädagogische Ausbildung ihren Kindern dabei helfen, etwas zu lernen. Natürlich wäre das die Aufgabe des Lehrpersonals, doch durch die Umstellung auf das digitale Lernen von zu Hause kommen auch die Eltern auf ihre Kosten.

Wie funktioniert digitales Lernen?

Beim Lernen von zu Hause spielen die Medien bereits in der Grundschule schon eine wichtige Rolle. Online gibt es verschiedene digitale Lernformen, die für Kinder im Grundschulalter geeignet sind. Die meisten Schulen nutzen Lernplattformen, auf welche die Kinder von zu Hause aus mit einem Passwort Zugriff haben.

Auf dieser Plattform können Übungen zum relevanten Stoff gemacht werden, Hausaufgaben hochgeladen werden, uvm. Die Kinder können also digital lernen. Außerdem ist es dem Lehrpersonal möglich, Videos hochzuladen. Auf diese Art und Weise kann die Lehrkraft den Schülern den Stoff beibringen wie in der Schule. Das hat den Vorteil, dass die Kinder eine Bezugsperson haben und nicht ganz auf sich alleine gestellt sind.

In Online Video Konferenzen können sich die Kindern gegenseitig sehen. So fühlt sich das Kind beinahe wie im Klassenzimmer und fühlt sich als Teil einer Einheit.

Digital ist okay, aber der PC darf auch mal ausgeschaltet bleiben

Im Grundschulalter ist es aber trotzdem wichtig, dass die Schüler nicht alles am Computer erledigen und nur digital lernen, sondern, dass sie ihre Aufgaben händisch schreiben anstatt auf der Tastatur. Besonders in den ersten Schuljahren ist es notwendig, dass sich die Kinder mit der händischen Schrift vertraut machen, damit sie dann im späteren Leben keine Probleme haben mit der Handschrift.

Außerdem ist die zu hohe und intensive Bildschirmzeit für Kinder nicht gut, da sie die Augen stark beeinträchtigt und das Sehvermögen verschlechtert werden kann. Zudem ist auf eine richtige Haltung am Lernplatz zu achten, damit das Kind keine Probleme mit dem Rücken oder Nacken bekommt.

Den Eltern ist zu raten, dass sie ihre Kinder zwar unterstützen, dass sie sich aber nicht zu sehr einmischen, damit die Kinder lernen selbstständig zu sein. Es ist jedoch toll, wenn die Eltern für eventuelle Fragen zur Verfügung stehen.

Ergonomie ist auch für den Arbeitsplatz unserer Kinder wichtig

Außerdem ist darauf zu achten, dass beim Lernen mit Medien ein angenehmer Arbeitsplatz sowie geregelte Lernzeiten sehr wichtig sind. Der Unterricht und die Hausaufgaben sollten also auf alle Fälle bereits am Vormittag und zur Mittagszeit erledigt werden, damit sich das Kind an einen geregelten Tagesablauf gewöhnt. Das ist sehr wichtig für die Kinder, damit sie sich an das zuhause lernen gewöhnen und es zur Normalität wird. Am Nachmittag können die Schüler dann noch die restlichen Hausaufgaben erledigen oder ihren Freizeitaktivitäten nachgehen. Bei dem Lernplatz ist zu beachte, dass das Kind nicht abgelenkt wird durch den Fernseher, Spielsachen oder störende Geräusche.

Lärmquellen finden sich auch in der Küche, wenn andere Familienmitglieder sich ein Essen zubereiten. Dadurch wird das Kind vom Lernen abgelenkt. Es ist also wichtig, dass das Kind an einem ruhigen Platz zuhause lernen kann. Falls vorhanden im Büro und ansonsten am Schreibtisch im Kinderzimmer. Musik zur Konzentration kann dazu beitragen, dass das Kind sich in der Umgebung wohl fühlt und auf das Lernen fokussiert ist. Die Bedürfnisse und Vorlieben der Kinder sind hier aber stets zu beachten. Essens-, Trink- und Klopausen sind essentiell beim Lernen, aber sie sollten in geregelten Abständen stattfinden und nicht zu lange andauern.

Ein respektvoller und rücksichtsvoller Umgang in der Familie ist absolut notwendig, damit die Umstellung auf diese neue und digitale Lernform möglich ist. Das Lernen mit Medien ist sicherlich eine gravierende Umstellung, doch mit ein paar kleinen Adaptionen und einem geregelten Tagesablauf gewöhnen sich alle Beteiligten schnell daran. Digitale Lernformen werden in der Zukunft keine Seltenheit mehr sein.