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Sprache

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Zum heutigen Stand geht man davon aus, dass es auf der ganzen Welt zwischen drei- und fünftausend verschiedene gesprochene Sprachen gibt. Sie sind in ihrer Herkunft häufig miteinander verwandt, werden in verschiedenen Familien zusammengefasst und hier unterteilt. Insgesamt gibt es:

  • afroasiatische Sprachen
  • altaische Sprachen
  • austroasiatische Sprachen
  • drawidische Sprachen
  • finisch-ugrische Sprachen
  • indoeuropäische Sprachen
  • sinotibetanische Sprachen

Die indoeuropäische Sprache ist dabei die größte Sprachfamilie von allen. Von ihr stammen die meisten Sprachen, die wir in Europa kennen, als auch iranische und viele indische Sprachen.

Wie ist Sprache entstanden?

Die Theorien über den Ursprung der Sprache sind allesamt sehr spekulativ.

Dem Sprachwissenschaftler Otto Jespersen (1860 bis 1943) zufolge ist eine der geläufigsten Theorien jene des Kling-Klangs. Hier geht man davon aus, dass Menschen durch spontane Laute auf Umgebungsreize reagieren und so ihre Umwelt reflektieren. Das Wort “Mama” soll dabei die Lippenbewegungen eines Säuglings beim Stillen widergeben.

Eine weitere ist die Wau-Wau-Theorie, beid er Menschen Naturlaute und dabei allem voran Tierlaute nachahmen. Einige Worte, wie etwa “Kuckuck” und “Miau” sind lautmalende Wortschöpfungen, die es in jeder Sprache der Welt gibt, wenn auch unter einem variablen Klangvorbild.

Und dann gibt es noch die Puh-Puh-Theorie. In dieser geht man von instinktiven Lauten anhand von Gefühlsregungen aus. Die der Mensch etwa bei Emotionen wie Wut oder Schmerz von sich gibt.

Die Struktur der Sprache

In der Sprachstruktur wird zunächst zwischen tatsächlichen Sprachäußerungen (parole) und dem Sprachsystem (langue) unterschieden. Sprachliche Kompetenz muss man außerdem als eigenständiges Element der Kultur anerkennen.

Die verbreitetsten Weltsprachen

  • Chinesisch (1.000 Mio. Sprecher)
  • Englisch (350 Mio. Sprecher)
  • Spanisch (270 Mio. Sprecher)
  • Hindi (220 Mio. Sprecher)
  • Arabisch (150 Mio. Sprecher)
  • Bengali (150 Mio. Sprecher)
  • Russisch (150 Mio. Sprecher)
  • Portugiesisch (135 Mio. Sprecher)
  • Japanisch (120 Mio. Sprecher)
  • Deutsch (90 Mio. Sprecher)

Viele der bekannten rund 6.000 Sprechen gelten heute als tot, weil sie nicht mehr aktiv zum Einsatz kommen. Dementsprechend sind von vielen nur noch die Schriften erhalten.

Die ersten Alphabete wurden im antiken mittleren Osten und in Zentralamerika verwendet. Hier bestanden sie noch aus Piktogrammen, wobei jedes Wort durch das Bild eines Gegenstandes dargestellt wurde.

Diese ähnelten bereits stark den aus Ägypten bekannten Hieroglyphen, die um 3.000 v. Chr. entstanden und nebenher auch unter einigen Völkern Mittelamerikas verbreitet waren.

In etwa zur selben Zeit erfanden die Sumerer die Keilschrift.

Das heute in westeuropa verbreitete Alphabet basiert auf dem römischen Alphabet. Es handelt sich dabei um ein phonetisches Alphabet, bei dem jeder Buchstabe einen Laut (ein Phonem) darstellt.

Silbenalphabete hingegen, so etwa das Japanische Kana, bilden mit jedem Buchstaben eine Silbe.

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