Alles rund ums Lernen, die Schule & das Studium!

Schreiben lernen

Psychologie 1×1: Das musst du für Emotionen beim Schreiben wissen

Psychologie-1×1-zum-Schreiben

Die Geschichte wird gerade so richtig spannend, aber plötzlich bist du unsicher, wie du eine gewisse Emotion ausdrücken solltest. Verzage nicht, denn hier findest du die wichtigsten Grundlagen von unseren Gefühlen und wie sie sich in unserer Körpersprache äußern.

Attraktion

Fühlen wir uns zu etwas hingezogen, schüttet das positive Hormone in uns aus. Folgendes geschieht unter Umständen mit dem menschlichen Körper:

  • Die Pupillen erweitern sich.
  • Wir beginnen, unser Gegenüber nachzumachen (= Spiegeleffekt).
  • Wir verschränken unsere Beine oder lösen sie aus einer Verschränkung (Frauen machen das statistisch gesehen häufiger als Männer).

Ehrlichkeit, Offenheit

Sind wir unserem Gegenüber gut gesonnen und gehen offen und ehrlich mit ihm um, zeigt unser Unterbewusstsein das gerne folgendermaßen:

  • Wir zeigen unsere Handflächen (häufig) her.
  • Arme und Beine sind geöffnet, nicht verschränkt.
  • Wir lehnen uns dem Gegenüber zu (= kommen auf ihn zu).

Eine Unterhaltung ablehnen

Wollen wir uns nicht unterhalten, etwa in einer Streitsituation, zeigen wir das oft durch folgende Gesten:

  • Die Hände bleiben in den Hosentaschen (statistisch gesehen tritt das häufiger bei Männern als bei Frauen auf).
  • Arme und Beine werden verschränkt.
  • Wir setzen uns zurück.
  • Auf einem Tisch falten wir die Hände (= wir kreieren eine Barriere).

Leiden, Stress, Nervosität

Geht es uns nicht gut, leidet der ganze Körper mit. Es gibt verschiedene Signale, wie er diese Emotionen dann ausdrückt:

  • Wir reiben uns am Nacken (statistisch gesehen tun das Männer häufiger als Frauen).
  • Wir verschränken die Arme  (um eine Schutzbarriere zu erreichen).
  • Wir verschränken die Arme so stark, dass wir uns fast selbst dabei umarmen (= Trost).
  • Ein Arm wird verschränkt, hält sich dabei am anderen fest, der gerade nach unten hängt (tritt häufig bei Frauen auf, die in der anderen Hand ihre Tasche, z.B. eine Clutch, halten).
  • Männer falten die Hände schützend vor ihrem Gesäß.
  • Männer richten die Knöpfe ihrer Hemdärmel.
  • Eine Tasche oder deren Henkel mit beiden Armen umfassen.

Lügen

Die Lüge ist eine äußerst komplexe Emotion, da sie förmlich trainiert werden kann, sodass man kaum mehr etwas davon bemerkt. Hier kommt es dann insbesondere auf die sogenannten Mikroexpressionen an. Etwa, dass der Blickkontakt nicht richtig gehalten werden kann oder der Lügende nur für den Bruchteil einer Sekunde zu Boden blickt.

Außerdem passiert beim Lügen folgendes:

  • Der Mund wird mit der Hand bedeckt.
  • Man reibt sich an oder rund um die Nase.
  • Man reibt sich an den Augen.
  • Man kratzt sich mit einem Finger (meist dem Zeigefinger) am Nacken.

Mut, Selbstbewusstsein, Macht

Wenn wir mutig und selbstbewusst sind, üben wir Dominanz aus. Und die zeigt sich folgendermaßen:

  • Wir stupsen mit den Fingerspitzen zweier Finger gegeneinander.
  • Die Hände werden hinter dem Rücken gefalten.
  • Sind die Hände in einer Hosentasche (egal, ob vorne oder hinten), zeigen die Daumen heraus.
  • Die Hände sind an den Hüften.
  • Man setzt sich breitbeinig auf einen Stuhl.
  • Die Hände werden hinter dem Kopf verschränkt. (Vorsicht, bei Frauen kann das auch ein Signal rein sexueller Natur sein, hier muss es also nicht zwangsläufig mit Erhabenheit zu tun haben!)

Untergeben, Unterwerfen

Sind wir submissiv, untergeben wir uns dem Gesprächspartner. Das kann viele Gründe haben, etwa da wir das als Ausweg in einer Gefahrensituation sehen oder weil wir einen Streit beenden möchten. Hier kommt es dann zu folgenden Signalen:

  • Die Schultern sacken ein.
  • Wir machen uns kleiner, als wir sind; wortwörtlich.
  • Viele Personen lächeln außerdem, um sich zu unterwerfen.

Wut

Sind wir wütend, zwingen die Hormone in unserem Körper uns automatisch zu einer Kampf-oder-Flucht-Reaktion. Wir müssen reagieren, und tun das instinktiv, also aus dem Bauch heraus. In vielen Fällen liegt dem ein Gefühl zugrunde, dass man sich bedroht fühlt.

Der Körper reagiert durch einige automatische Vorgänge folgendermaßen auf Wut:

  • Man ist erregt, der Puls steigt.
  • Der Herzschlag wird schneller.
  • Die Pupillen erweitern sich.
  • Das Gesicht errötet unter Umständen.

Außerdem passieren womöglich folgende Dinge mit unserem Körper:

  • Wir klappern mit den Zähnen oder haben sie fest zusammengebissen.
  • Die Hände werden zu Fäusten geballt.
  • Wir zeigen mit dem Finger auf jemanden.
  • Wir beginnen zu zittern.
  • Die Lippen sind fest aufeinandergepresst.
  • Die Arme werden verschränkt, wir klammern uns dabei an die eigenen Arme.